Lehrbrief und Schreibaufgabe
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Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
Liebe Freundinnen und Freunde,

Frühjahr 2014: Lebendig erzählen – Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk heißt es nun zum fünften Mal wieder. Es geht um einen flüssigen Erzählstil, um dramaturgische Kniffe, die deinen Text für deine Leser interessant scheinen lassen. Es geht um Heldinnen und Helden, die unsere Geschichte geschickt transportieren, und in diesem Semester geht es auch um lebendige Alltagsprosa, um das biografische Schreiben und das Verfassen spannender Reiseberichte.
Viel Spaß und viel Erfolg,
wünscht Elke


*************** ab hier folgen ältere News und Ankündigungen *************** Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
Lebendig erzählen – Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk heißt es nun im Herbstsemester der VHS-Schreibschule. Wir werden uns den stilistischen Grundlagen widmen, uns mit Erzählperspektiven auseinander setzen, knackige Dialoge schaffen, ordentliche Schauplätze ausfindig machen und uns mit dem Thema Rückblenden, Erzählzeiten und erzählten Zeiten befassen. Natürlich ist immer auch Gelegenheit zum Schreiben selbst. Wer sich anmelden mag, kann dies via PM an mich oder am besten bei der VHS Duisburg tun, dann bitte die Kursnummer SZ2235 in die Suche geben. Man kann sich jederzeit im laufenden Semester noch anmelden. Nun wünsche ich uns allen viel Spaß und Freude an der selbst angerührten Buchstabensuppe.
Herzliche Grüße, von Elke


*************** ab hier folgen älteren News und Ankündigungen *************** Man denke an Castorp in "Der Zauberberg", an Grenouille in "Das Parfüm", an Miss Marple, Staubfinger und andere große Charaktere – ein unvergesslicher Charakter ist der Schlüssel zum Erfolg. Das Seminar richtet sich an Hobby-AutorInnen, die verstehen möchten, wie gute Geschichten funktionieren und worin der Zauber einer beeindruckenden Figur liegt.
Starke Held/innen, unvergessliche Charaktere.
In diesem Seminar (Start: 24. Januar 2011) lernen Romanschriftsteller, Kurzgeschichtenschreiber/-innen und Drehbuchautoren, wie sie starke Figuren entwickeln und in Szene setzen. Von der Beschaffenheit bis zu ihren Widersprüchen werden Schwächen und Stärken sowie die Hintergrundgeschichte des Helden/der Heldin für einen Roman oder ein Drehbuch beleuchtet und auch das Verständnis für die Psychologie des Charakters erarbeitet. Den Figuren werden Beziehungen hinzugefügt, Nebenspieler und Antagonisten. Dabei liegt die Praxis im Schreiben selbst ganz besonders in der Dialogarbeit. *********************
Zwischensemester von Mai bis Anfang September.
Liebe VHS-SchreibschülerInnen, wir verbringen den Sommer nicht untätig, wir wollen einen Krimi schreiben.
Ohne Krimi geht die Mimi ... Workshop für Krimi-Schreiberlinge.
Von der Planung eines Mordes, bis zur Ausübung desselben, von der Ermittlung, dem Fangen des Mörders, seinem Hakenschlagen und dem Doch-Noch-Erwischt-Werden, vom Rätselkrimi bis zum Thriller, vom weichgespülten Wallander bis zum Hard-Boiled Helden a la James Bond – wer Spaß am Krimischreiben hat, ist hier richtig.
Das Seminar startet am 17. Mai, beinhaltet sechs Lehrbriefe und sechs Schreibaufgaben rund um den Krimi. Reservierungen bitte per eMail oder PM an mich.
Das Herbstsemester startet fahrplanmäßig Anfang September, das Thema lautet Von der Figur zum Charakter. Ich weiß nicht, wie viel Zuspruch dieses Thema hat, ggf. macht es auch hier Sinn, sich hier vormerken zu lassen. Schreibt mich einfach an. Schöne Grüße und allen Angemeldeten viel Spaß beim Stechen und Würgen,
wünscht Elke
Erfolgreicher Start ins Frühjahrssemester 2010!
Liebe Schreiberlinge, mit rund dreißig Anmeldungen für die kommenden zwölf Wochen sind wir wieder völlig ausgebucht.
Unser Thema lautet „Lebendig erzählen.“ In der Theorie beschäftigen wir uns mit der Poetik von der Griechischen Antike bis zum Absurden Theater, in der Praxis weiterhin mit den Grundlagen des Creative Writings.

Schreibseminar „Lebendig erzählen“, sowie „Kinder- und Jugendliteratur schreiben.“
Reservierungen für das kommende Semester (Start: Ende Januar 2010) bitte vornehmen!

Für weitere Informationen kontaktiert mich (Elke) oder Scarlett im Bereich Kinder- und Jugendbuch. Wer sich hier im Forum registriert (unverbindlich) bekommt regelmäßig eine eMail mit allen aktuellen Kursinhalten.
Wir freuen uns auf euch
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünschen wir viel Spaß und Erfolg.




Einen schönen Start in das Frühjahrssemester 2009!
Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft, am 2. März geht es los, unser Spezial in der Arbeitsreihe:
Entstaube dein Kind in dir - Kinder und Jugendliteratur!
Diesmal befassen wir uns intensiv mit Kindererzählungen. Beginnen mit der Idee und den ersten Sätzen bis hin zu einem Konzept für die Schreibarbeit.
Weitere Infos bei Scarlett, bzw. hier, wo man sich auch anmelden kann: VHS-Duisburg Am 26. Januar startet das nächste Fernstudienseminar im belletristischen Schreiben:
Lebendig erzählen
Dieses Seminar wendet sich an alle Schreibinteressierte, die einen Roman, Kurzgeschichten oder eine Biografie verfassen möchten. Die verschiedenen Erzählperspektiven (Ich-Erzähler, personale Erzählform), Erzählzeiten und mögliche spannungsaufbauende Konflikte werden vorgestellt. Im Praxisteil wird vermittelt, wie aus einer kleinen Alltagsszene gute Prosa gemacht wird, Dialoge ausgearbeitet, Handlungsstränge miteinander verflochten und die Texte am Ende für eine Veröffentlichung überarbeitet werden.

Zwölf Wochen ab Semesterbeginn
60 Euro
Dozentin: Elke Bockamp

Und hier bitte anmelden: VHS-Duisburg Weitere Angebote, auch die zu Scarletts Kinder- und Jugendliteratur, folgen.


Literatur, Lust und Leidenschaft – Erotik schreiben
Erotik boomt an allen Enden, Erotik schreiben kann Lust bereiten, kann Lust schaffen. Tauche ein in die literarisch-sinnliche Erlebniswelt!
Start. 10. November 2008 - 16. Januar 2009
Geschult werden neben der bildlichen Vorstellungskraft das Schreiben für alle Sinne, das Schaffen einer anregenden Atmosphäre sowie die Technik des Andeuten und Auslassens, um die Fantasie der Leser anzuregen. Es geht darum, literarisch erotisch und nicht pornografisch zu schreiben, aber auch den Akt nicht außen vor zu lassen.
Den besten Geschichten winkt eine Veröffentlichung in einer gemeinsamen Anthologie. Wer will, kann unter Pseudonym schreiben. Anmeldungen sind bundesweit, auch aus dem deutsprachigen Ausland, möglich.
Leitung: Elke Bockamp Teilnahmevoraussetzung: mindestens 18 Jahre alt Zeit: 8 Wochen (exklusive Ferien) Anmeldeschluss: 10. November Kosten: 60 Euro Anmeldung: Volkshochschule Duisburg, Kursnummer SZ2236 Zum Ablauf eines Fernstudienseminars: Du befindest dich hier auf der virtuelle Lernplattform der vhs-Schreibschule. Hier kannst du dich ein wenig umsehen und dich auch mit den Mitlernenden bekannt machen. Du kannst die Beiträge der anderen lesen oder auch eigene hinzufügen. Selbst wenn weite Teile des Forums für Gäste frei zugänglich sind, ist für die erfolgreiche Teilnahme eine Registrierung vonnöten, denn nur so bekommst du Zutritt zu Lehrbriefen, zu den Übungsaufgaben und auch in den Genuss eines Lektorats. Über folgenden Link gelangst du zur Registrierung: http://www.lemontree.de/schreibschule/profile.php?mode=register Sobald der Kurs angelaufen ist und du dich bei der VHS Duisburg und hier im Forum angemeldet hast, findest du einen ersten Lehrbrief und deine erste Übungsaufgabe hier: http://www.lemontree.de/schreibschule/viewforum.php?f=3 Nicht alle beherrschen die Navigation in einem Forum und erfahrungsgemäß tauchen neben den schreibtechnischen Anforderungen nun auch noch technische Probleme auf. Um diese zur Zufriedenheit aller in den Griff zu bekommen, hat sich bewährt, dass die alten "Schreibhasen" die Neuen unter die Fittiche nehmen. Dafür muss ich allerdings wissen, wer Handlungsbedarf hat, also ob du Hilfe benötigst. Das kannst du hier im Forum kundtun, oder dich privat an mich wenden: Private Mitteilung an Elke Bockamp Nun zu mir: ich heiße Elke Bockamp und leite seit 1997 Fernstudienseminare und mache seit gut drei Jahren Lektoratsarbeiten. Das heißt, ich korrigiere fremde Texte (soweit ich der deutschen Sprache mächtig bin und mit dem Duden auf den Knien), rezensiere sie und bereite sie so auf, dass sie für einen Verlag oder eine Literaturagentur interessant sein können. Bei der Hamburger Akademie für Fernstudien habe ich drei Jahre "Belletristisches Schreiben" gelernt, einige Kurzgeschichten verfasst und veröffentlicht, ich schreibe für Autorenzeitschriften, aber auch an einem Roman, habe als Co-Autorin ein Sachbuch geschrieben und bin im EDV-Fachbereich den meisten ohnehin bekannt. Ich selbst beschäftige mich seit etwa fünf Jahren mit dem Belletristischen Schreiben, habe viel Literatur zu diesem Thema gelesen und hoffe, vor diesem "Background" unser Schreibseminar kompetent leiten zu können. Nun würde ich mich freuen, auch etwas von dir zu erfahren, zum Beispiel, was dich motiviert an dem Seminar teilzunehmen, ob du schon etwas veröffentlicht hast oder, wer weiß, ob in der Schublade deines Schreibtischs bereits ein fertiges Buchmanuskript schlummert! Kurzum: mich würde es freuen, wenn du dich im Forum kurz vorstellen würdest: http://www.lemontree.de/schreibschule/viewforum.php?f=8 Noch etwas zum Ablauf des Seminars. Das Thema des nächsten Workshops lautet: Literatur, Lust und Leidenschaft – Erotik schreiben und startet am 10. November. Ich werde insgesamt vier Lehrbriefe zu diesem Thema verfassen und es gibt mindestens vier Schreibübungen. Plane pro Woche etwa sechs bis acht Stunden ein, in denen du ungestört am PC sitzen und auch Zeit zum Schreiben hast. Schreibe die Hausaufgaben in WORD oder einem anderern Schreibprogramm vor, erst wenn du fertig bist, wird der Text hier ins Forum gesetzt und wir können ihn gemeinsam diskutieren. Herausragende Texte werde ich automatisch für unsere Erotik-Anthologie vorschlagen, AutorInnen, die längerfristig sehr gut und sinnlich schreiben, können für den geschlossenen Erotik-Bereich hier im Forum freigeschaltet werden. Wer eigene Ideen und Themenvorschläge hat, möge sie an entsprechender Stelle unterbreiten, gerne nehme ich neue Anregungen entgegen. ... und nun viel Erfolg beim Lernen und allzeit gut Schreib, wünscht Elke ++++++++++++++++++++ ÄLTERE KURSANGEBOTE ++++++++++++++++++++ Thema im Herbstsemester lautet: Krimi, Kitsch oder Kunst – das Phänomen der Trivialliteratur
Wir beschäftigen uns mit der Frage, was ist trivial und worauf beruht der immense Erfolg von Liebesroman, Arztheftchen, Heimatschnulze, Ritter, Räuber, Fantasy und Science Fiction, denn – wer seinen Stil für die wirkliche Kunst schärfen will, sollte ihren trivialen Bodensatz studieren. Doch nicht nur studieren, mit einem guten Schuss Mut zum Klischee versuchen wir uns natürlich auch im Schreiben von Populärliteratur.
Zum ersten Mal in diesem Semester bieten wir einen Kinder- und Jugendbuch Workshop an, Anmeldung für beide Seminare ist ab sofort möglich.
Im letzten Semester lautete unser Thema:
Starke Helden, starke Storys!
Ziel ist es, einen flüssigen Erzählstil zu entwickeln, packende Dialoge, einmalige Schauplätze und beeindruckende Protagonisten zu entwickeln. Wir schreiben lebendige Szenen, die ihrem Ziel, einer Veröffentlichung, möglichst nahe kommen.
Start ist der 7. April 2008– schnell noch einen Blick auf den Ankündigungstext:
In diesem Seminar werden wir Techniken entwickeln, den Geschichten mehr Tiefe zu verleihen, Schreibblockaden abbauen und die intuitiven kreativen Energien für den Schreibprozess zu fördern und zu intensivieren. Nein, wir machen kein therapeutisches Tagebuchschreiben oder Traumanalysen – gemeint ist, lebendige Szenen zu schaffen, die für sich stehen und den Leser in ihren Bann ziehen. Ich werde einige Lehrbriefe und Übungsaufgaben mit Hilfe des Buchs
«Wie gute Autoren noch besser werden. Das Creativity-Workbook fürs Drehbuchschreiben.» (von Linda Seger) zusamenstellen, also auf Romanprojekte adaptieren. Gerne nehme ich Anregungen von euch auf. Wer ist wieder dabei? – Ich hoffe doch, alle Grüße von Elke P. S. der Link zur Anmeldung: VHS Duisburg
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Sadie Jones: Kleine Kriege Das Thema: Junger englischer Soldat wird in den 1950 er Jahren mit seiner Familie auf Zypern stationiert. Zwei Leidenschaften beherrschen sein Leben: die Ehre, seinem Land als Soldat dienen zu dürfen und die Liebe zu seiner Frau Clara und seinen beiden Töchtern. Er erleidet Schiffbruch, auf ganzer Front, und dennoch rettet er dadurch sich selbst und seine Familie. Die Story um ein Soldatenleben ist nicht gerade mein Lieblingsthema, aber Frau Jones gelingt es scheinbar mühelos, mich an die Orte zu führen, von denen ich keine Ahnung habe. Was die Autorin ausmacht, ist ihre Ausdrucksform. Zurückhaltend – intensiv beschreibt sie in ruhigem Bogen, wie ein Mensch sich verändert. Die Sprache arbeitet in mir, und oft greife ich mir das Buch, um einzelne Szenen noch einmal zu lesen.
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 Die Geschichte der Woche
"Tote Orte" von Helmut
Ein Experiment – für mich schon, und: Experimente können scheitern. Toter Ort, Rom so … 10.04.2014 Stadt, die man die „Ewige“ nennt. Da war zuerst ein Brunnen mit einem Mürrischen, und Fische, die Wasser kotzten, ringsum Bars. Im Dunklen Maroni-Verkäufer, Künstler-Nippes. Menschen versauen jeden Ort. Das ist eben Demokratie. Das verstehst du nicht. Nein, das versteh ich nicht. – Donnerstag sind alle Läden nachmittags zu.! – „Ewiges Rom?“: na, die Stadt jetzt ist das beste Beispiel dafür, dass die Ewigkeit auch verrottet ist und nicht ewig dauert – Rom ist, das habe ich schnell begriffen, eine Toten-Stadt: vollgestopft mit Särgen und Zerfall und Gräbern – wie kann man da von Ewigkeit faseln? (Rolf Dieter Brinkmann: „Rom, Blicke.“) Rom, ich bin da, immer wieder. Rom, wenn die Bäume blühen, wenn die Blätter fallen. Rom beschirmt gegen Sonnengesenge und Katarakte urplötzlichen Regens oder gegen den Kot abertausender Vögel, bäumebehängend, am Tiber nach weit geflogenen Reisen. Rom, Das Smartphone leicht in der Hand. Reisender, der zuhause schon weiß, wo er was finden wird, aber nicht weiß, was er dort sucht. Und zwischen den Gräbern, durch die zerfallenen Körper, die verbrannten Körper, die eingesperrten Körper, vermoderten Leben schaukelt sich die Gegenwart hindurch – was sind das für Perspektiven? Man müsste ja Nekrophiler sein, um das sein Leben lang aushalten zu können – he?: was? „also, hier soll man das Eis erfunden haben, ich hol mir mal was.“ (Rolf Dieter Brinkmann: „Rom, Blicke.“) Rom, gewaltig. Streunende Katzen in den Ruinen. Caesar, Augustus, Caracalla, Konstantin. Petersdom. Maderno, Bernini, Michelangelo. Loggia der Päpste. Jedes Jahr Ostern „urbi et orbi“ Pantheon. Kuppelhimmelsblick Leute und Leute und Leute. Espresso nel mondo del caffè. Fontana di Trevi , Ich erkämpfe den Platz Für den Wurf meiner Münze Ich will wieder her. Immer das Gleiche und jedes Mal neu. Und für heute Abend auch hier noch ein Photo! wie kann man dasein vor so viel Kolossalität! (Rolf Dieter Brinkmann: „Rom, Blicke.“) 23.00 Uhr, w-lan Kostenlos Bilder hochladen - Dein Upload Service www.directupload.net/‎ Bilder hochladen ohne Limits! Kostenlos & schnell. Sofort verfügbar! Wir speichern Ihre Fotos dauerhaft und mit hoher Verfügbarkeit. Zeige deine schönsten Bilder online und teile sie mit der ganzen Welt! Hier kannst du deine Bilder hochladen…Bisher wurden bereits 52.394.826 Bilder hochgeladen, davon 17.005 Bilder heute (und meine sind noch nicht dabei) 11.04.2014 oder so … Rom Ziellos. Planlos. Keine Eile, kein Hasten. Verweilen. Im offenen Hof einer Werkstatt, eine Art Schrottplatz. Blau, zwei nackte, zu einem Kreis sich biegende Körper, in der Mitte ein Pfahl, nach oben ragend, unten die Nase, eine Auge darüber, ein Ohr, und die Lippen, wollüstig, üppig und rot. Ganz oben ein Phallus. Weiß, direkt neben dem Blau, zwei Marmorblöcke, aufrecht, getrennt, doch am Fuße verbunden im Relief zweier Hände, ineinander verschränkt. Farbig, ein Mosaik, umrahmt von Platten aus berstendem Stein, an der Wand eines Hauses, dessen Zukunft im baldigen Abriss besteht. Wunderreich, verrottende Platten aus Eisen, verrostete Schienen und Gitter, wahllos verstreut, alles ein Rätsel, umgeben von wucherndem Grün, überhimmelt von bläulichen Planen aus Plastik. Gianicolo. Hügel des Lichts und des blaublauen Himmels, Flug über Kirchen und Kuppeln, Paläste und Straßengewirr, und Fluss und Brücken und stehen und staunen. Trastevere. Ein halbes Jahrhundert zuvor verschlafenes Viertel der Armen. Heute da spielen bei Kirchen und Pizza und Wein für abertausende Gäste Musikanten und hoffen auf Münzen in hingehaltenen Hüten, für Essen und Wein und für die Miete weit entfernt in der Vorstadt. Campo di fiori. Zerbrochene Kisten, blaue Säcke aus Plastik, zermatschte Trauben, Bananen. Die wendigen Wagen für die Abfuhr des Mülls. Männer in Blau mit orangeroten Streifen. Wasserfontänen spritzen aus Schläuchen und harte Besen kehren das Pflaster. Hundekot, Fäulnis, und Reste von Fisch. Rosen am Ende des Campo. Giordano Bruno, als Ketzer verbrannt, hier, auf dem Campo di Fiori, sein Denkmal, düster im Schatten drängender Wolken. Piazza Navona: – und jetzt steh ich da, neben mir die ungarische Nuss des Musikers – und ich sage nichts – und da rappelt so ein Plastikvogel-Spielzeug durch die Luft von einem Stand mit Plastik-Vögeln – direkt gespenstisch – Gegenwart? der bezauberndste Platz Roms“ – ah, na ja– Da sind diese heftigen Wechsel: vergammelte elende Straßen, düstere Seitengassen, und dann so ein Platz, der Gegensatz kann nicht krasser sein, und auf dem Platz drängen sich hängend die Bewohner der Seitenstraße. – „Jubelruf in Stein?“: ach, Quatsch .“ (Rolf Dieter Brinkmann: „Rom, Blicke.“) Da liegt ein Stück Brot im Schmutz der Piazza. Tauben kämpfen um seinen Besitz, zerreißen es mit ihren Schnäbeln in Stücke. Eine Vespa zermahlt mit gefühllosen Reifen das Brot zu dreckigen Krümeln. An der Seite des Platzes, Sant’Agnese in Agone. Mich blendet ein Blitzlicht. Mosaik auf dem Boden der Kirche: Zweig eines Ölbaums im Schnabel der Taube. Draußen, vor dem Portal, da kämpfen die Tauben um ein Stück Brot. Kleiner Platz, mit Tischen und Stühlen. wechselnde Spieler, vornüber gebeugt, bekämpfen einander bis zum schachmatt. Blitzschnelle Züge. Jeder führt auch einen Kampf mit der Zeit. Immer gewinnt nur Ein und Derselbe, bis auch für ihn ein Meister sich findet. Stazione di Termini, ich, ein Reisender, der Zug lässt mich warten. Ich sitze da und schaue mich um. Auf der Piazza ein Chaos von Autos. Hier kämpft ein jeder um den besseren Platz. Was für ein Leben? Wäre das – Weltstadt – stattdessen ein immer wieder hochgelassener Plastik-Vogel – und da ist ein Stand, an dem billige, einfache Plastikrohrenden verkauft werden, die durch die Luft geschleudert, ganz klar einen heulenden, sausenden Ton von sich geben – diesen heulenden Ton möchte der Typ mit dem Plastikrohr verkaufen. (Rolf Dieter Brinkmann: „Rom, Blicke.“) Rom! 14.04.2014 01.45 Uhr, w-lan Zeige deine schönsten Bilder online und teile sie mit der ganzen Welt! Hier kannst du deine Bilder hochladen…Bisher wurden bereits 52.477.210 Bilder hochgeladen, davon 1.450 Bilder heute (und meine sind noch nicht dabei)
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