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Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule

Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
Lebendig erzählen – Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk heißt es nun zum fünften Mal wieder. Es geht um einen flüssigen Erzählstil, um dramaturgische Kniffe, die deinen Text für deine Leser interessant werden lassen. Es geht um Heldinnen und Helden, die unsere Geschichte geschickt transportieren, und in diesem Semester geht es ganz besonders um diese Arbeit mit diesen unseren Figuren.
Viel Spaß und viel Erfolg,
wünscht Elke
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Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft, hiermit biete ich euch ein Schreibseminar im eLearning an. Große Gefühle und Erotik schreiben Sind es nicht Gefühle, die einen Romancharakter erst wirklich lebendig machen? Ohne Gefühle kann der Charakter – ob in einem Roman oder einer Kurzgeschichte, im Drehbuch oder einem Theaterstück, nicht überleben. Daher setzen professionelle AutorInnen und Autoren ihre eigenen Gefühle bei der Figurenausgestaltung geschickt in Szene. Doch wie stellt man Gefühle von Neid, Trauer, Verliebtheit, oder gar Schuldgefühle glaubhaft dar? Wie schreibt man Erotik und Sex? Und wie bannt man alles gekonnt auf Papier? Diesen Fragen wollen wir uns gemeinsam stellen. Ich werde mit Hilfe von Lehrbriefen zu diesem Thema den wahrhaft tiefen Gefühlen auf die Sprünge helfen, so dass wir sie literarisch aufarbeiten und zu einer besonders lesenswerten Geschichte verarbeiten. Und wer weiß, (ja, wer weiß), vielleicht springt die eine oder andere erotische Kurzgeschichte mit aus der Feder und landet als Veröffentlichung im Erotikband „Miri Modun II“ Lasst es uns tun! Lasst uns über unsere Gefühle schreiben, lasst uns unsere ProtagonistInnen über Wut, Einsamkeit und dem unstillbaren Verlangen nach Zärtlichkeit reden, und lasst uns dies ganz ohne Effekthascherei tun. Das Thema „Große Gefühle und Erotik schreiben“ startet am 8. Juni und soll uns über zwölf Wochen bis Ende September begleiten. Es wird über sechs Lehrbriefe und über sechs Schreibaufgaben verteilt und – sofern dies thematisch passt, die Teilnahme an einer Veröffentlichung ermöglichen. Der Workshop kostet 60 Euro und findet bei dir zu Hause statt. (Ja, es ist ein eLearning-Seminar) Bitte meldet euch persönlich bei mir per PM an. Herzliche Grüße, Elke
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 Die Geschichte der Woche
"Unerhört" von Margit Dorfmüller
Agnes erwacht mit trockenem Mund. Sie will trinken, sich das Gesicht waschen. Stöhnend lässt sie sich wieder zurück fallen. In ihrem Schädel scheint etwas gesplittert, ihr Nacken schmerzt und eine seltsame Stimmung zwischen Scham, Stolz und Zweifel verursacht ihr Bauchweh. So einen Sonntag zu beginnen! ‚Schade um die Zeit, schade um meine Gehirnzellen und schade um die Sangria‘, hadert die brave Agnes mit sich. Beim bloßen Gedanken an die volle Karaffe wird ihr übel. `Du hast dich getraut‘, hält die mutige Agnes dagegen. ‚Das soll dir mal einer nachmachen. Hanne ist jedenfalls sprachlos gewesen. Und der junge Spanier hat wunderbar geküsst`. Agnes fährt sich mit der Zunge sanft durch die Mundhöhle, tastet Gaumen, Zähnen und Wangen ab. „Miguel“ haucht und stöhnt sie übertrieben und sich selbst bespöttelnd, riecht ihren eigenen Atem und ist froh, dass jetzt niemand neben ihr liegt. ‚Da hilft nur Zähne putzen, trinken, duschen und ein kleines Frühstück mit anschließend Aspirin‘ spornt Agnes sich tapfer an. So einen Kater hatte sie lange nicht mehr. ‚Vollmond und schwüle Hitze sind mit Schuld`, beschwichtigt sie sich. Als sie eine Stunde später auf ihrem Balkon frühstückt, ist ihr wohler. Sie trägt auf nackter Haut einen weiten, luftigen Rock mit Seidentop. Ihre bloßen Füße spüren den Holzboden. Ein leichter Wind streicht durch ihre Blumenkästen voller Minze und Melisse, Basilikum und Estragon. Kapuzinerkresse leuchtet; sie kaut ein paar Blüten. Scharf und kühl schmecken sie, beleben die Sinne. Ihr fällt der gestrige Abend wieder ein. Welche Vorstellungen Hanne von ihrem berechenbaren Leben hat!? Ganz öffentlich, vor allen, hat sie selbst sich aufgeschwungen, zu singen! Hatte sie sich zu etwas provozieren lassen, das schon lange in ihr wartete? Hatte sich Miguel von dieser Agnes angezogen und ermutigt gefühlt, sie vor der Toilette abzufangen und dann im kühlen, dunklen Vorratsraum an sich zu ziehen? Ist sie ihm zu leichtfertig an den Hals geflogen? ‚Schulmädchenängste‘, denkt Agnes und lächelt sie fort. Es war herrlich, auch der Applaus. Aber es fällt ihr schwer, sich an die letzte Stunde zu erinnern. Sie war betrunken und hat ihren Abend mit Hanne abrupt beenden müssen. Hanne hatte ihr ein Taxi bestellt, sie auf den Rücksitz verfrachtet, herzlich geküsst und die Spuren ihrer schamlosen und wundervollen Knutscherei entdeckt. Dann ist Hanne zu ihrem Rad am Lokal zurück gestöckelt. Was hat sie danach gemacht? Überhaupt, was weiß sie von Hanne? Die jüngere Freundin spielt das mit allen Wassern gewaschene Luder, aber Agnes möchte wetten, dass sie ihre kleinen zarten Geheimnisse verbirgt. ‚Vielleicht schläft sie mit Teddy-Bär im Bett oder guckt am liebsten romantische Komödien mit Traumhochzeiten‘ spekuliert Agnes und fingert ihr Handy aus der Tasche. Aber sie ist nicht die Erste. Hanne hat ihr schon eine Nachricht geschickt und mit frechen Smileys garniert: „Na, du scheinheilige Amsel? Hat dich über Nacht der Kater gefressen?“ Agnes kontert rasch „Wasseramsel an Bordsteinschwalbe: fährst du mir zum Baden an den See?“ Eine Stunde später radeln beide friedlich schweigend hintereinander, die Augen hinter großen Sonnenbrillen verborgen, gut bepackt den schmalen Waldweg entlang zur schattigen Seite des Mondsees. Von dort aus kommen sie leicht ins morastige, sumpfige Wasser. Die andere Seite ist dicht mit Schilf bewachsen. Eigentlich ist der See zum Baden nicht zugelassen. Seerosen, Frösche und Sumpfvögel brauchen ihre Ruhe, aber die beiden zählen sich dazu Agnes wagt sich als erste nackt ins weiche, leicht modrige Wasser, das sie sogleich umfängt und ihrem Körper eine bleiche Farbe gibt. Pflanzen streifen ihre Beine; sie spült den Gedanken an Blutegel und glitschige Tiere fort und gibt sich der Empfindung hin, getragen und gereinigt zu werden, während sich ihre Haut mit den Mineralien der Schwebteilchen nährt. Hanne befasst sich derweil ausgiebig mit dem Lager am Ufer und lässt sich von der Älteren nicht locken. „Pass auf, dass du nicht in die Seerosen-Schlingen gerätst, habe keine Lust, dich zu retten, dann ist meine Frisur hin“, ruft sie und steckt sich eine Zigarette an. Wie sie so da steht, groß, füllig, sommersprossig, und - mit der Zigarette im Mund – beidhändig ihr rötliches, welliges Haar hochsteckt, sieht Agnes sie wie zum ersten Mal. ‚Wie unverletzbar sie tut`, denkt sie und verspürt einen starken Drang, der Jüngeren gut zu sein. Sie schwimmt zum Ufer zurück und legt sich erfrischt auf ihr Tuch. Hanne dreht ihr den Rücken zu und ist mit einer neuen Zigarette und ihrem Handy beschäftigt. „Hanne, sag mal, kommst du denn gleich mal mit mir ins Wasser, wenn du aufgeraucht hast?“ Sie tippt die Freundin feucht an. „Nö“, brumm die, „ich hab`s nicht so mit Wasser“. „Ja, womit hast du`s denn?“ hakt Agnes forsch nach und bereut sogleich, als sie den Ruck spürt, der durch die Freundin geht. Aber Hanne dreht sich zu ihr um, zieht die Sonnenbrille ein Stück herunter, sieht ihr in die Augen und sagt: “Mit Schlamm, mit Modder, mit Sumpf da hab ich`s. Und damit du`s weißt: ich mache mich gerne schmutzig!“ Sie grinst Agnes schief an und wartet die Antwort nicht ab. „Guck, so“, sie rennt zum See, greift mit beiden Händen ins flache Wasser und schaufelt den Schlamm heraus, lässt ihn auf ihren Bauch klatschen und streift die Hände an den Schultern und Oberarmen ab. „He, dein Bikini!“, wendet Agnes ein, läuft zu ihr und löst ihr das Oberteil, streift mit ihren sauberen Händen das Höschen herunter und schleudert beides geschickt zum Lager. Hanne bittet nun doch leicht verschämt: „Mach mit, Agnes!“ „Ja, klar“, stimmt die zu. „wenn, dann wir beide. Warte, ich wickele dir ein Handtuch um`s Haar“. „Ne, lass mal. Das war Blödsinn. Ich kann nicht schwimmen.“ gesteht Hanne. Agnes packt ihre Hände voll Schlamm und bestreicht der Freundin damit den Rücken, füllt verspielt die Grübchen überm Hintern. Sie fahren mit den erdigen Händen ihre Konturen nach und Agnes erspürt, wie Hanne es mag. Sanft am unrasierten, lockigen Hügel, fester an den weichen, schweren Brüsten mit den rosigen Knospen, kräftig an den Schenkeln und ganz zart im Gesicht. Sie müssen lachen, als sie ihre Erdgeistergesichter sehen, die Augen groß und hell ausgespart, die Zähne so weiß. „Wir gehen nur soweit rein, dass du noch stehen kannst, hab keine Angst!“, zieht sie die Freundin vorsichtig mit sich. Dann darf Agnes die angespannte Hanne auf Händen durch`s Wasser tragen und schweben lassen. Sie singt leise dazu und sieht, winzige Rinnsale aus Hannes Augen seitlich zu den Ohren laufen und Spuren in die angetrocknete Maske schmieren. Da küsst sie die Freundin sanft auf den Mund. Die Lippenpaare bleiben weich verschlossen, die Zungen dahinter ruhig, aber Hannes Arme und Beine lösen sich. Agnes schwenkt sie behutsam hin und her, so dass die zartfleischigen Schamlippen vom Wasser umspült werden. Hanne atmet tief aus. „Ja, das ist gut. Mir fehlt das Suhlen wie dir das Küssen. Wir befriedigen die anderen. Aber was ist mit uns?“ Agnes verschließt Hannes Mund mit ihrem Finger. Sie lenkt Hanne behutsam ans Ufer, holt ein Handtuch und bettet Hannes Kopf darauf, während die Beine noch im Wasser liegen. Dann reibt sie Hannes Füße mit Schlamm ein, mit einem Finger lustvoll die Zwischenräume der Zehen ausmalend, die Sohlen knetend, die Fußoberflächen bestreichend. Hanne hält die Augen geschlossen, gibt sich hin. Immer wieder holt Agnes frische, nasse Erde mit vollen Händen, verteilt sie auch auf ihren eigenen Brüste, von denen sich die Kruste rasch wieder gelöst hat, hockt sich zwischen Hannes Beine und klopft ihr die geschmeidige Masse vor die kleine Füchsin, die harte Knospe, auf den Damm mit den beiden verborgenen Öffnungen. Sie gleitet mit einem Finger so zart, forschend und kundig wie morgens ihre Zunge in ihrem eigenen Mund, in den Eingang der leicht geöffneten Höhlung. Ihr letzter Griff verschließt beschützend Hannes Schoß, den diese ihr mit einem Seufzer überlässt. Agnes setzt sich nackt neben sie. Sie spürt, wie die modrige Erde schmatzend ihr eigenes Geschlecht und den After verfüllt und bleibt staunend mit ihrer Hand zwischen Hannes Beinen,, bis beider Atem sich beruhigt und das Unerhörte weiß, dass es sein darf.
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