Lehrbrief und Schreibaufgabe
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Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
Liebe Freundinnen und Freunde,

Frühjahr 2013: Lebendig erzählen – Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk heißt es nun zum dritten Mal wieder. Es geht um einen flüssigen Erzählstil, um dramaturgische Kniffe, die deinen Text für deine Leser interessant scheinen lassen. Es geht um Heldinnen und Helden, die unsere Geschichte geschickt transportieren und in diesem Semester geht es erstmalig um Ja, Orthografie! Wo, zum Henker, müssen Kommas gesetzt werden?
Viel Spaß und viel Erfolg,
wünscht Elke


*************** ab hier folgen ältere News und Ankündigungen *************** Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
Lebendig erzählen – Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk heißt es nun im Herbstsemester der VHS-Schreibschule. Wir werden uns den stilistischen Grundlagen widmen, uns mit Erzählperspektiven auseinander setzen, knackige Dialoge schaffen, ordentliche Schauplätze ausfindig machen und uns mit dem Thema Rückblenden, Erzählzeiten und erzählten Zeiten befassen. Natürlich ist immer auch Gelegenheit zum Schreiben selbst. Wer sich anmelden mag, kann dies via PM an mich oder am besten bei der VHS Duisburg tun, dann bitte die Kursnummer SZ2235 in die Suche geben. Man kann sich jederzeit im laufenden Semester noch anmelden. Nun wünsche ich uns allen viel Spaß und Freude an der selbst angerührten Buchstabensuppe.
Herzliche Grüße, von Elke


*************** ab hier folgen älteren News und Ankündigungen *************** Man denke an Castorp in "Der Zauberberg", an Grenouille in "Das Parfüm", an Miss Marple, Staubfinger und andere große Charaktere – ein unvergesslicher Charakter ist der Schlüssel zum Erfolg. Das Seminar richtet sich an Hobby-AutorInnen, die verstehen möchten, wie gute Geschichten funktionieren und worin der Zauber einer beeindruckenden Figur liegt.
Starke Held/innen, unvergessliche Charaktere.
In diesem Seminar (Start: 24. Januar 2011) lernen Romanschriftsteller, Kurzgeschichtenschreiber/-innen und Drehbuchautoren, wie sie starke Figuren entwickeln und in Szene setzen. Von der Beschaffenheit bis zu ihren Widersprüchen werden Schwächen und Stärken sowie die Hintergrundgeschichte des Helden/der Heldin für einen Roman oder ein Drehbuch beleuchtet und auch das Verständnis für die Psychologie des Charakters erarbeitet. Den Figuren werden Beziehungen hinzugefügt, Nebenspieler und Antagonisten. Dabei liegt die Praxis im Schreiben selbst ganz besonders in der Dialogarbeit. *********************
Zwischensemester von Mai bis Anfang September.
Liebe VHS-SchreibschülerInnen, wir verbringen den Sommer nicht untätig, wir wollen einen Krimi schreiben.
Ohne Krimi geht die Mimi ... Workshop für Krimi-Schreiberlinge.
Von der Planung eines Mordes, bis zur Ausübung desselben, von der Ermittlung, dem Fangen des Mörders, seinem Hakenschlagen und dem Doch-Noch-Erwischt-Werden, vom Rätselkrimi bis zum Thriller, vom weichgespülten Wallander bis zum Hard-Boiled Helden a la James Bond – wer Spaß am Krimischreiben hat, ist hier richtig.
Das Seminar startet am 17. Mai, beinhaltet sechs Lehrbriefe und sechs Schreibaufgaben rund um den Krimi. Reservierungen bitte per eMail oder PM an mich.
Das Herbstsemester startet fahrplanmäßig Anfang September, das Thema lautet Von der Figur zum Charakter. Ich weiß nicht, wie viel Zuspruch dieses Thema hat, ggf. macht es auch hier Sinn, sich hier vormerken zu lassen. Schreibt mich einfach an. Schöne Grüße und allen Angemeldeten viel Spaß beim Stechen und Würgen,
wünscht Elke
Erfolgreicher Start ins Frühjahrssemester 2010!
Liebe Schreiberlinge, mit rund dreißig Anmeldungen für die kommenden zwölf Wochen sind wir wieder völlig ausgebucht.
Unser Thema lautet „Lebendig erzählen.“ In der Theorie beschäftigen wir uns mit der Poetik von der Griechischen Antike bis zum Absurden Theater, in der Praxis weiterhin mit den Grundlagen des Creative Writings.

Schreibseminar „Lebendig erzählen“, sowie „Kinder- und Jugendliteratur schreiben.“
Reservierungen für das kommende Semester (Start: Ende Januar 2010) bitte vornehmen!

Für weitere Informationen kontaktiert mich (Elke) oder Scarlett im Bereich Kinder- und Jugendbuch. Wer sich hier im Forum registriert (unverbindlich) bekommt regelmäßig eine eMail mit allen aktuellen Kursinhalten.
Wir freuen uns auf euch
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünschen wir viel Spaß und Erfolg.




Einen schönen Start in das Frühjahrssemester 2009!
Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft, am 2. März geht es los, unser Spezial in der Arbeitsreihe:
Entstaube dein Kind in dir - Kinder und Jugendliteratur!
Diesmal befassen wir uns intensiv mit Kindererzählungen. Beginnen mit der Idee und den ersten Sätzen bis hin zu einem Konzept für die Schreibarbeit.
Weitere Infos bei Scarlett, bzw. hier, wo man sich auch anmelden kann: VHS-Duisburg Am 26. Januar startet das nächste Fernstudienseminar im belletristischen Schreiben:
Lebendig erzählen
Dieses Seminar wendet sich an alle Schreibinteressierte, die einen Roman, Kurzgeschichten oder eine Biografie verfassen möchten. Die verschiedenen Erzählperspektiven (Ich-Erzähler, personale Erzählform), Erzählzeiten und mögliche spannungsaufbauende Konflikte werden vorgestellt. Im Praxisteil wird vermittelt, wie aus einer kleinen Alltagsszene gute Prosa gemacht wird, Dialoge ausgearbeitet, Handlungsstränge miteinander verflochten und die Texte am Ende für eine Veröffentlichung überarbeitet werden.

Zwölf Wochen ab Semesterbeginn
60 Euro
Dozentin: Elke Bockamp

Und hier bitte anmelden: VHS-Duisburg Weitere Angebote, auch die zu Scarletts Kinder- und Jugendliteratur, folgen.


Literatur, Lust und Leidenschaft – Erotik schreiben
Erotik boomt an allen Enden, Erotik schreiben kann Lust bereiten, kann Lust schaffen. Tauche ein in die literarisch-sinnliche Erlebniswelt!
Start. 10. November 2008 - 16. Januar 2009
Geschult werden neben der bildlichen Vorstellungskraft das Schreiben für alle Sinne, das Schaffen einer anregenden Atmosphäre sowie die Technik des Andeuten und Auslassens, um die Fantasie der Leser anzuregen. Es geht darum, literarisch erotisch und nicht pornografisch zu schreiben, aber auch den Akt nicht außen vor zu lassen.
Den besten Geschichten winkt eine Veröffentlichung in einer gemeinsamen Anthologie. Wer will, kann unter Pseudonym schreiben. Anmeldungen sind bundesweit, auch aus dem deutsprachigen Ausland, möglich.
Leitung: Elke Bockamp Teilnahmevoraussetzung: mindestens 18 Jahre alt Zeit: 8 Wochen (exklusive Ferien) Anmeldeschluss: 10. November Kosten: 60 Euro Anmeldung: Volkshochschule Duisburg, Kursnummer SZ2236 Zum Ablauf eines Fernstudienseminars: Du befindest dich hier auf der virtuelle Lernplattform der vhs-Schreibschule. Hier kannst du dich ein wenig umsehen und dich auch mit den Mitlernenden bekannt machen. Du kannst die Beiträge der anderen lesen oder auch eigene hinzufügen. Selbst wenn weite Teile des Forums für Gäste frei zugänglich sind, ist für die erfolgreiche Teilnahme eine Registrierung vonnöten, denn nur so bekommst du Zutritt zu Lehrbriefen, zu den Übungsaufgaben und auch in den Genuss eines Lektorats. Über folgenden Link gelangst du zur Registrierung: http://www.lemontree.de/schreibschule/profile.php?mode=register Sobald der Kurs angelaufen ist und du dich bei der VHS Duisburg und hier im Forum angemeldet hast, findest du einen ersten Lehrbrief und deine erste Übungsaufgabe hier: http://www.lemontree.de/schreibschule/viewforum.php?f=3 Nicht alle beherrschen die Navigation in einem Forum und erfahrungsgemäß tauchen neben den schreibtechnischen Anforderungen nun auch noch technische Probleme auf. Um diese zur Zufriedenheit aller in den Griff zu bekommen, hat sich bewährt, dass die alten "Schreibhasen" die Neuen unter die Fittiche nehmen. Dafür muss ich allerdings wissen, wer Handlungsbedarf hat, also ob du Hilfe benötigst. Das kannst du hier im Forum kundtun, oder dich privat an mich wenden: Private Mitteilung an Elke Bockamp Nun zu mir: ich heiße Elke Bockamp und leite seit 1997 Fernstudienseminare und mache seit gut drei Jahren Lektoratsarbeiten. Das heißt, ich korrigiere fremde Texte (soweit ich der deutschen Sprache mächtig bin und mit dem Duden auf den Knien), rezensiere sie und bereite sie so auf, dass sie für einen Verlag oder eine Literaturagentur interessant sein können. Bei der Hamburger Akademie für Fernstudien habe ich drei Jahre "Belletristisches Schreiben" gelernt, einige Kurzgeschichten verfasst und veröffentlicht, ich schreibe für Autorenzeitschriften, aber auch an einem Roman, habe als Co-Autorin ein Sachbuch geschrieben und bin im EDV-Fachbereich den meisten ohnehin bekannt. Ich selbst beschäftige mich seit etwa fünf Jahren mit dem Belletristischen Schreiben, habe viel Literatur zu diesem Thema gelesen und hoffe, vor diesem "Background" unser Schreibseminar kompetent leiten zu können. Nun würde ich mich freuen, auch etwas von dir zu erfahren, zum Beispiel, was dich motiviert an dem Seminar teilzunehmen, ob du schon etwas veröffentlicht hast oder, wer weiß, ob in der Schublade deines Schreibtischs bereits ein fertiges Buchmanuskript schlummert! Kurzum: mich würde es freuen, wenn du dich im Forum kurz vorstellen würdest: http://www.lemontree.de/schreibschule/viewforum.php?f=8 Noch etwas zum Ablauf des Seminars. Das Thema des nächsten Workshops lautet: Literatur, Lust und Leidenschaft – Erotik schreiben und startet am 10. November. Ich werde insgesamt vier Lehrbriefe zu diesem Thema verfassen und es gibt mindestens vier Schreibübungen. Plane pro Woche etwa sechs bis acht Stunden ein, in denen du ungestört am PC sitzen und auch Zeit zum Schreiben hast. Schreibe die Hausaufgaben in WORD oder einem anderern Schreibprogramm vor, erst wenn du fertig bist, wird der Text hier ins Forum gesetzt und wir können ihn gemeinsam diskutieren. Herausragende Texte werde ich automatisch für unsere Erotik-Anthologie vorschlagen, AutorInnen, die längerfristig sehr gut und sinnlich schreiben, können für den geschlossenen Erotik-Bereich hier im Forum freigeschaltet werden. Wer eigene Ideen und Themenvorschläge hat, möge sie an entsprechender Stelle unterbreiten, gerne nehme ich neue Anregungen entgegen. ... und nun viel Erfolg beim Lernen und allzeit gut Schreib, wünscht Elke ++++++++++++++++++++ ÄLTERE KURSANGEBOTE ++++++++++++++++++++ Thema im Herbstsemester lautet: Krimi, Kitsch oder Kunst – das Phänomen der Trivialliteratur
Wir beschäftigen uns mit der Frage, was ist trivial und worauf beruht der immense Erfolg von Liebesroman, Arztheftchen, Heimatschnulze, Ritter, Räuber, Fantasy und Science Fiction, denn – wer seinen Stil für die wirkliche Kunst schärfen will, sollte ihren trivialen Bodensatz studieren. Doch nicht nur studieren, mit einem guten Schuss Mut zum Klischee versuchen wir uns natürlich auch im Schreiben von Populärliteratur.
Zum ersten Mal in diesem Semester bieten wir einen Kinder- und Jugendbuch Workshop an, Anmeldung für beide Seminare ist ab sofort möglich.
Im letzten Semester lautete unser Thema:
Starke Helden, starke Storys!
Ziel ist es, einen flüssigen Erzählstil zu entwickeln, packende Dialoge, einmalige Schauplätze und beeindruckende Protagonisten zu entwickeln. Wir schreiben lebendige Szenen, die ihrem Ziel, einer Veröffentlichung, möglichst nahe kommen.
Start ist der 7. April 2008– schnell noch einen Blick auf den Ankündigungstext:
In diesem Seminar werden wir Techniken entwickeln, den Geschichten mehr Tiefe zu verleihen, Schreibblockaden abbauen und die intuitiven kreativen Energien für den Schreibprozess zu fördern und zu intensivieren. Nein, wir machen kein therapeutisches Tagebuchschreiben oder Traumanalysen – gemeint ist, lebendige Szenen zu schaffen, die für sich stehen und den Leser in ihren Bann ziehen. Ich werde einige Lehrbriefe und Übungsaufgaben mit Hilfe des Buchs
«Wie gute Autoren noch besser werden. Das Creativity-Workbook fürs Drehbuchschreiben.» (von Linda Seger) zusamenstellen, also auf Romanprojekte adaptieren. Gerne nehme ich Anregungen von euch auf. Wer ist wieder dabei? – Ich hoffe doch, alle Grüße von Elke P. S. der Link zur Anmeldung: VHS Duisburg
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Literaturgeschichte oder Erotik? Liebe Schreibende, am 27. Mai endet dieses Semester und damit auch der Schreibschulbetrieb. Wie jedes Jahr möchte ich euch anbieten, die Zeit von Juni bis September mit einem "Zwischensemester" sinnvoll zu überbrücken. Das gilt für alle, die in den kommenden drei Monaten weiterhin schreibkreativ sein wollen. Ich biete zwei Themen an, die ich weiter aufarbeiten möchte. Zum einen die Geschichte der Poetik, das ist ein Themenbereich in welchem die Literaturgeschichte bis zur Gegenwart aufgearbeitet ist und wir einiges über die Schreibströmungen vergangener Epochen erfahren. Oder das andere Thema lautet "Gefühle schreiben", welches ich mit Erotik verquicken werde. Denn, wie ihr merkt, tut sich in der Erotikecke etwas, wir werden nun den ersten Band unserer Erotikgeschichten herausbringen. Die sind im Rahmen unseres Projektes 2005 bis 2007 entstanden. Zwar kann ich mir nur eine Veröffentlichung im Book on Demand leisten, aber wer weiß, vllt. läuft es auch so ganz gut. Doch das ist es nicht, was ich besprechen will. Ich mache mir Gedanken über einen zweiten Erotikband, in dem ihr nun ebenfalls Gelegenheit bekommen sollt, eure erotischen Geschichten zu veröffentlichen. Daher lautet das andere Thema "Erotik schreiben." Die Abstimmung dient der Mehrheitsfindung. Es wird einfach das unterrichtet, was die meisten Stimmen bekommt. Ich werde dann zu dem gewählten Thema wieder sechs Lehrbriefe vorstellen und es gibt passende Übungsaufgaben, die von mir rezensiert werden -- alles, wie gehabt. Die besten aller Geschichten wandern voraussichtlich in die Erotik-Anthologie. Das Zwischensemester startet am 10. Juni und geht über zwölf Wochen bis Anfang September. Wer in der Zeit verreist ist, kann Aufgaben nacharbeiten, denn ich habe an den Schluss eine Aufholwoche drangehängt. Ich werde selbst auch zwei Wochen im Sommer ohne Netz im Ausland unterwegs sein. Kosten für das Zwischensemester: 70 EURO. Anmelden müsstet ihr euch bei mir privat, per PM oder per eMail. Für alle anderen geht es im Creative Writing offiziell an der jeweiligen VHS am 16. September 2013 weiter. Nun meine Frage: Wer hat Interesse und wenn ja, an welchem Thema? Ich bin neugierig. Bitte sagt mir auch, wenn kein Interesse an nichts ist, dann weiß ich in etwa, wie groß die Runde werden wird. Herzliche Grüße, schickt Elke
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 Die Geschichte der Woche
"Schmetterlingshaut" von Carlos
Mit nervösem Blinzeln verfolgte Arthur die huschenden Schatten der Fledermäuse, die im Lichtkegel der Straßenlaternen Jagd auf Insekten machten. Arme Falter, dachte er. Sie können nicht anders. Das Licht zieht sie an, das vermeintliche Leben, und zass, schnappt sie der Tod. „Langsam, Bruno, zieh nicht so!“, flüsterte er seinem Hund zu. „Wegen dir habe ich doch überhaupt nur den Ärger. Hättest du auf unserer Abendrunde bei Büdenbenders kein Häufchen gemacht, dann müsste ich jetzt nicht mit dir durch die Nacht streunen. Ja, dir macht das alles sogar noch Spaß. Aber mir nicht, das kann ich dir sagen. O Mann, jeder andere, der seine Plastiktüte für den Hundekot vergessen hätte, würde den Haufen beim Nachbarn liegen lassen und überhaupt keinen Gedanken mehr daran verschwenden.“ „Wau!“ „Ruhig, Bruno. Ich weiß genau, was du sagen willst. Dass die anderen Recht haben und ich den Haufen einfach vergessen soll. Ja, du hast gut reden. Ich wünschte, ich hätte die Haut eines Elefanten und nicht die eines Schmetterlings. Wie können andere nur ruhig schlafen, wenn sie wissen, dass ihr Hund auf einem Grundstück sein Geschäft verrichtet hat, wo Kinder wohnen. Wahrscheinlich weil sie denken, da passiert eh nix. Der hat zwischen die Hecke gekackt, da geht sowieso keiner durch. Aber wenn doch? Wenn eines der Kinder zufällig genau da Verstecken spielt und dann mit ungeputzten Sohlen den handgeknüpften Perserteppich ruiniert? Ja, Bruno, ich weiß, ich seh immer den schlimmsten Fall. Aber was soll ich dagegen machen? Du kennst mich und weißt, ich hab erst dann wieder Frieden, wenn ich mein schlechtes Gewissen beruhigt habe. Ich kann nicht anders. Also, wo war das jetzt? Irgendwo hier in der Thujahecke. Ich meine weiter hinten.“ Arthur nestelte einen Plastikhandschuh aus seiner Hosentasche, mit denen er den Hundekot Brunos aufzulesen pflegte, und stülpte ihn sich über die linke Hand. Anschließend zog er eine Stabtaschenlampe aus der Innentasche seines schwarzen Mantels und ließ den Lichtstrahl an den Büschen entlanggleiten. Bruno wollte vorlaufen, doch sein Herrchen zog ihn zurück. „Du bleibst schön hinter mir. Ah, da ist ja unser Häufchen Elend. Bist ja ziemlich weit reingekrochen. Hast dich geschämt, was? O je, wie soll ich denn da drankommen?“ Arthur beugte die Zweige der Hecke auseinander und zwängte sich vorwärts. Dabei entglitt die Taschenlampe seinen Händen und fiel zu Boden. „Scheiße!“, zischte Arthur und blinzelte wild mit seinem rechten Auge. Er bückte sich, um die Taschenlampe zu greifen, die nun geradewegs in den Garten hineinleuchtete. Währenddessen streckte Bruno seine Schnauze vor, um zu sehen, was sein Herrchen dort im Gebüsch trieb. Arthur schaffte es, an seine Taschenlampe zu kommen und leuchtete den Boden nach dem Haufen ab. Riechen konnte er ihn schon. Und da sah er ihn oder vielmehr das, was von ihm übrig war, denn das meiste klebte an seinem Schuh. „Verf…!“ Arthur biss sich auf die Lippen und wollte zurücktreten, doch er hing in den Ästen fest. Sein Mantel hatte sich an einem Knopfloch verheddert. Mit der Taschenlampe leuchtete er auf die betreffende Stelle, um die Zweige zu entwirren, riss und bog, aber kam nicht weiter. Schließlich zog er aus der Manteltasche sein Taschenmesser, nahm die Taschenlampe zwischen die Zähne und zog die Klinge heraus. In diesem Moment begann Bruno zu kläffen. Ein Auto bremste neben Arthur. Zwei Männer in Uniform sprangen heraus. „Hände hoch!“, schrie einer von ihnen und zielte mit der Pistole auf Arthur. Bruno knurrte. „Und halten Sie Ihren Hund ruhig!" „Ruhig, Bruno, ganz ruhig!“ „So, und jetzt kommen Sie gefälligst raus da!“, brüllte der andere Polizist, der hinter ihm Stellung bezogen hatte und eine Taschenlampe auf ihn gerichtet hielt. „Ich kann nicht, ich hänge fest!“ Arthur riss zum Beweis an dem Mantel, wobei er instinktiv die Hände zu Hilfe nehmen wollte. Dabei blitzte das Messer im Schein der Lampe auf. „Runter mit der Waffe!", brüllte der Polizist mit der Pistole und trat einen Schritt näher. Bruno stellte sich schützend vor sein Herrchen und bellte. In einigen Häusern gingen Lichter an. Arthur ließ das Messer fallen. Zehn Minuten später saß Arthur mit Bruno auf dem Revier und wurde verhört. Neben ihm auf dem Tisch lagen die Beweisstücke: ein Messer zum Aufstemmen der Fenster, ein Plastikhandschuh, um Fingerabdrücke zu vermeiden, eine bei Einbrechern beliebte Stabtaschenlampe und ein Plastikbeutel für das Diebesgut. Über Arthurs Erklärung, er habe nur den Hundehaufen wegmachen wollen, den er beim Abendspaziergang zurückgelassen hatte, schüttelte der protokollierende Beamte nur den Kopf. „Das ist ja wohl die dämlichste Ausrede, die ich je gehört habe. Und selbst wenn wir Ihnen abkaufen sollten, dass sie nur einen Hundehaufen entfernen wollten. Warum treten Sie dann selbst in die Scheiße rein?“ Die Polzisten brachen in schallendes Gelächter aus, während Arthur zwinkernd die Motte beobachtete, die über ihren Köpfen das Deckenlicht umkreiste. Ach, Bruno, dachte Arthur. Ich hätte doch auf dich hören sollen.
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